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Westdeutsche Zeitung, 17.04.2003 Nähmaschinen reparieren in TogoThemen: Hans-Peter Heenen hilft im Handwerker-Zentrum im afrikanischen Sodo. Außerdem: Der Briefkasten an der alten Post ist abmontiert. St. Hubert. Mehr als 30 Jahre war die Fahrschule Günter Seidel ein Begriff. Dort hat Johannes van Stiphoudt 1977 selbst den Führerschein gemacht. Nun hat er die Fahrschule an der Breite Straße 6 von seinem ehemaligen Lehrer übernommen. Ab Mai geht`s los, Info 0172/2136787. "Noch zwei Wochen, dann ist er wieder hier", freut sich Monika Heenen. Die Rede ist von ihrem Mann Hans-Peter. Der Schlossermeister ist nämlich zurzeit in Togo genauer gesagt in Sodo. Seit gut drei Wochen schweißt und werkelt er dort im vor wenigen Monaten fertig gestellten Handwerker-Zentrum. Die evangelischen Kirchengemeinden St. Hubert und Tönisberg haben das Projekt mit satten 9000 Euro unterstützt. Der 52-Jährige hilft nun den Togolesen dabei, die Maschinen im Zentrum aufzustellen. Auch bei der Reparatur von Fahrrädern oder Nähmaschinen weist er die Einheimischen ein. "Dieses Land und die Menschen dort sind so wunderbar, so herzlich, so freundlich", schwärmt Monika Heenen. "Ich freue mich schon auf die Herbstferien. Dann geht es wieder nach Afrika!" Info 6501. Hubert Zens hat am 16. März anlässlich seines Jubiläums "25 Jahre Poststuben" kräftig gesammelt. Nun ist das Sparschwein geschlachtet worden. Volker Fritz, der Leiter von Haus Drabben, strahlte dabei über beide Wangen. Denn der Erlös ist für die Einrichtung Auf dem Zanger. Die Bäder dort müssen seniorengerecht umgebaut werden; hierzu hat Zens nun seinen Obolus geleistet: 1013,43 Euro hatte das Schwein im Bauch. Die Summe hat der Gastwirt auf 1020 Euro aufgerundet und Fritz direkt mit gegeben. Viele Mütter kümmern sich frühmorgens in St. Hubert darum, dass der Nachwuchs beim Schulweg sicher über die Straße gelangt. Nun hat sich auch ein männlicher Lotse hinzu gesellt: Hartmut Reimer vom Lingensweg. Der 42-Jährige hat selbst zwei Kinder, Felix (4) und Steffen (6). An der Stendener Straße, Höhe Tennis-Anlage, weist der Krankenpfleger dienstags die Kleinen über den Asphalt. "Eigentlich wollte meine Frau Ute den Lotsendienst machen, aber mir macht es auch Spaß und ich kann es mir wegen des Schichtdienstes einteilen", lacht Hartmut Reimer. Donnerstag nach dem Familiengottesdienst ist im Marienheim "Nacht des Wachens", speziell für Kommunionkinder und deren Eltern. Karfreitag gibt`s dann ein kräftiges Frühstück. Karsamstag ist ebenfalls im Marienheim von 10.30 bis 12 Uhr Oster-Vorbereitung für Kinder; u.a. werden Brot gebacken und Eier gefärbt. Sogar an der alten Poststelle an der Königsstraße 12 hat der "gelbe Riese" letzte Woche Dienstag den Briefkasten abgebaut. "Das geht nicht", sagt Anwohner Michael Gehlen, und hat sich bei dem ehemaligen Staatsunternehmen bitterlich beschwert. Auch vor dem Hintergrund, dass die Post die verrostete Letter-Box erst kürzlich auf Betreiben von Gehlen hin gegen einen neuen Kasten ausgetauscht hat. Der Fußballgott sitzt im Kendeldorf bekanntlich nicht auf der Ersatzbank. Nun heißt es: Wer ist die beste Elf in St. Hubert? So lautet die spannende Frage am 1. Mai beim TuS-Turnier auf dem Rasenplatz an der Stendener Straße, wo sich alle Mannschaften des Vereins einschließlich A-Jugend und Alt-Herren messen. Die besprühte und verdreckte Tafel "Niederrhein Route" am Markt haben wir an dieser Stelle bereits angeprangert. Warum nimmt die Stadt die Plexiglas-Scheibe davor nicht einfach ab? Wie andernorts auch. Als Ergänzung zur Tafel prangt jetzt für Radler an der Guss-Laterne Breite Straße/Hauptstraße ein neues Schild mit vier Signets allerdings in 2,50 Metern Höhe nicht allzu radlergerecht. Wer das Schild übersieht oder nicht draus schlau wird: Es weist Bikern den Weg über die Hauptroute Kempen-Kerken und Näheres siehe Markt-Tafel. Überhaupt St. Hubert und seine Höfe, eine unendliche Geschichte. Ohne Intimkenner der bäuerichen Strukturen zu sein, springen ein paar hübsch restaurierte Anwesen ins Auge. Etwa der 1628 erstmals erwähnte Blossenhof an der Tönisberger Straße 25 nahe dem Kreisverkehr, dem auch ein Weg ab Barzheide gewidmet ist; von Franz Franzes noch bewirtschaftet, hat Tochter Regine Lemkens ihn als Wohn-Anwesen umgewidmet. Oder ein paar 100 Meter weiter ortsauswärts der Bruckshof, wo Berni Brucks Edelobst und andere landwirtschaftliche Artikel in seinem Bauernlädchen anbietet. Oder der Baselshof an der Schauteshütte, wo bei Nytus bald wieder nach der Premiere im Vorjahr "das weiße Gold vom Niederrhein" angeboten wird. Tja, und der Beyertzhof an der Orbroicher Straße wird ja bekanntlich auch demnächst zur schicken Wohnanlage umgebaut. Zurück zur Übersicht über die Presseartikel. |
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